Hamburg – Signify (Euronext: LIGHT), der Weltmarktführer für Beleuchtung, hat im Vorfeld der 31. UN-Klimakonferenz (COP31) in Antalya eine detaillierte Analyse seiner Beleuchtungsprojekte vorgestellt. Die Analyse wurde vom „Circular Economy and Sustainability Lab“ der Universität Oxford und dem Verein „Academics for Circular Economy e.V.“ durchgeführt und von Signify unterstützt.
Die Forschenden untersuchten 50 Beleuchtungsprojekte, die auf zirkulären Ansätzen beruhen und in 37 Fällen einen Mehrwert in Bezug auf Wartung und Finanzierung mit sich bringen. Die Ergebnisse zeigen, dass die nächste Phase der Energiewende über reine Sparmaßnahmen hinausgehen muss, um Ressourcen, Infrastruktur und wirtschaftlichen Nutzen zu erhalten.
Den Sanierungsprozess neu denken
Krankenhäuser können nicht einfach eine Station schließen, um die Beleuchtung zu modernisieren und auch Flughäfen müssen den Betrieb während etwaiger Sanierungsarbeiten aufrechterhalten. In Tunneln ist der Austausch einzelner Komponenten oft mit kostspieligen Umbaumaßnahmen verbunden, die weit über den Einbau der Leuchten hinausgehen. Nichtsdestotrotz wird auch heute noch oft das gesamte System ersetzt, wenn die Technologie sich entsprechend weiterentwickelt.
Die Analyse empfiehlt eine Alternative: Prüfen, was bereits vorhanden ist, modernisieren, was verbessert werden muss und behalten, was noch funktioniert.
Die wichtigsten Erkenntnisse
Die Projekte erstreckten sich auf zehn Sektoren wie Krankenhäuser, Schulen, Flughäfen, Büros, Häfen, Tunnel und die kommunale Infrastruktur. Dabei gingen die zirkulären Ansätze mit folgenden Effekten einher:
Insgesamt 36 Projekte konnten Energieeinsparungen vorweisen, die im Schnitt 59,5 Prozent betrugen.
Mario Giordano,
Global Head of Public & Government Affairs bei Signify
Die versteckten Kosten einer Komplettsanierung
Bei der Modernisierung der Beleuchtung geht es meistens um mehr als eine neue Lichtquelle. Die Installationen können Gehäuse, Treiber, Optik, Verkabelung, Steuerungen und Befestigungssysteme sowie Masten, Schränke und andere Infrastrukturelemente umfassen. Der Austausch einer gesamten Anlage kann bedeuten, dass funktionierende Komponenten entsorgt werden müssen und zusätzliche Kosten für Montage, Installation und Entsorgung entstehen.
Was das in Zahlen bedeuten kann, zeigt sich am Beispiel des Dublin Port Tunnels, in dem rund 1.800 Lichtpunkte innerhalb der bestehenden Infrastruktur modernisiert wurden. Signify schätzt, dass durch diesen Ansatz – im Vergleich zu einem vollständigen Austausch – etwa drei Millionen Euro gespart werden konnten.
Warum der Austausch nicht immer die beste Lösung ist
Zirkularität bedeutet nicht, Produkte und Anlagen so lange wie möglich zu behalten. Es bedeutet, die effektivste Lösung auf der Grundlage von Leistung, Kosten und dem Wert des Gesamtlebenszyklus zu bestimmen – sei es durch Reparatur, Nachrüstung, Wiederaufbereitung oder Austausch.
Priya Saikumar,
Doktorandin an der Universität Oxford.
Systemische Hindernisse überwinden
Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass Hindernisse für zirkuläre Ansätze oft eher systemischer als technischer Natur sind. Produktdesign, eingeschränkter Zugang zu Ersatzteilen und Reparaturinformationen sowie Lücken bei der Finanzierung, den Eigentumsverhältnissen, den Daten und dem Fachwissen können die Skalierung tragfähiger Lösungen beeinträchtigen. Eine auf Anschaffungskosten fokussierte Modernisierungsstrategie sowie begrenzte Kanäle zur Wiederverwendung und Rücknahme können weitere Hindernisse darstellen.
Um diese Hindernisse zu überwinden, fordert der Bericht eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Industrie und Politik sowie Beschaffungskonzepte, die den Wert über den gesamten Lebenszyklus, die Aufrüstbarkeit und den Erhalt der Infrastruktur berücksichtigen.
Mario Giordano,
Global Head of Public & Government Affairs bei Signify
Auf die Energieeffizienz folgt die Ressourceneffizienz
Dass sich die Umrüstung auf LED-Beleuchtung positiv auf die Energieeffizienz auswirken kann, ist allgemein bekannt. Die nächste Chance besteht darin, Ressourcen effizienter zu nutzen: die Lebensdauer von Anlagen zu verlängern, den Bedarf an Rohstoffen zu senken und den Wert der bestehenden Infrastruktur so zu erhalten.
Angesichts der weltweit voranschreitenden Elektrifizierung gibt die Beleuchtung eine klare Richtung für die Modernisierung vor: Um eine bessere Leistung zu erzielen, muss nicht immer das gesamte System ausgetauscht werden.
Die gesamte Studie können Sie hier einsehen und herunterladen.
Stefan Zander
Pressesprecher
Signify GmbH
Röntgenstraße 22, 22335 Hamburg
Tel: +49 (0) 160 742 90 87
E-Mail: stefan.zander@signify.com
Petra Müller
Pressesprecherin
Signify GmbH
Röntgenstraße 22, 22335 Hamburg
Tel: +49 (0) 172 207 00 13
E-Mail: p.mueller@signify.com
Signify (Euronext: LIGHT) ist der weltweit führende Anbieter für Licht- und Beleuchtungslösungen für professionelle Anwender*innen und Endkonsument*innen. Wir sind stolz darauf, die weltweit besten Beleuchtungsmarken wie Signify, Philips, Philips Hue, Signify Interact, Philips Dynalite und Color Kinetics auf den Markt zu bringen und weiterzuentwickeln. Unsere fortschrittlichen Produkte, vernetzten Systeme und maßgeschneiderten Dienstleistungen erschließen das außergewöhnliche Potenzial von Licht für ein angenehmeres Leben und eine bessere Welt. Im Jahr 2025 erzielten wir einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro und beschäftigten rund 27.000 Mitarbeiter*innen in mehr als 70 Ländern. Wir sind im Dow Jones Sustainability World Index vertreten, haben für unsere Nachhaltigkeits- und Transparenzmaßnahmen vom Carbon Disclosure Project (CDP) die Bestnote „A“ erhalten und wurden von EcoVadis erneut mit dem Platin-Rating ausgezeichnet.
